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Anfang der 80er Jahre fand sich in Marburg eine Gruppe von PädagogInnen und Eltern zur Gründung einer Freien Schule zusammen. Aus der Kritik an der Regelschule wurde ein alternativ-pädagogisches Konzept mit folgendem Profil entwickelt und erprobt:

  • Kita (Kindertagesstätte, Kindergarten) und Schule sind Lebensraum und Erfahrungswelt der Kinder.
  • Eine vertrauensvolle Atmosphäre bietet den Kindern Sicherheit und Geborgenheit.
  • Die Kinder werden als Personen und in ihren Lebenssituationen ernst genommen.
  • Den Kindern werden zahlreiche Möglichkeiten der Selbstbestimmung und Mitgestaltung eingeräumt.
  • Den Kindern wird Zeit gelassen. Ihnen werden vielfältige Anregungen gegeben, um einen individuellen Weg des Sich-Entwickelns und Lernens finden zu können.
  • Kognitives, emotionales, soziales und motorisches Lernen findet in Sinnzusammenhängen statt.
  • Der Spaß am Lernen soll erhalten bleiben.
  • Der Werdegang der einzelnen Kinder wird sowohl im Dialog mit den Eltern als auch schriftlich reflektiert.
Für die Umsetzung unserer Ziele haben wir seit 1985 verschiedene Rahmenbedingungen geschaffen wie:
  • Altersgemischte, überschaubare Gruppen
  • Ganztägigkeit
  • Breitgefächerte Erfahrungs- und Lernmöglichkeiten: selbständiges Arbeiten, freies Spiel, Projekte, Einzelbetreuung, Gruppenaktivitäten
  • Reichhaltiges Raumangebot: Gruppenräume, Atelier, Bewegungs-, Leise-, Mädchen-, Spieleraum, Forum (für Theater, Feste und Feierlichkeiten)
  • Grosses Außengelände: Garten, Hütten, Spielgeräte, Rasen- und Fussballplatz

Spiel
 

Die Freie Schule Marburg ist über die Zahlung eines Kita- bzw. Schulbeitrages hinaus auf unentgeltliche, verbindliche Mitarbeit (wie Bauen, Renovieren, usw.) der Eltern angewiesen. Der Elternmitarbeit kommt aber vor allem in pädagogischer Hinsicht eine besondere Bedeutung zu:

Stammzeit

  • Die Eltern haben die Möglichkeit, persönlich Einblick in den Kita- und Schulalltag zu nehmen.
  • Sie können ihn - ebenso wie die perspektivische Entwicklung des Projektes insgesamt - beeinflussen und mitgestalten. Hierzu dienen Elternabende, Pädagogische Foren, Arbeitsgruppen, Elternrat und Plena.
  • Im Vorstand des Trägervereins sind Eltern und PädagogInnen paritätisch vertreten.