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Rekordstart ins neue
Schuljahr: Klein, aber fein mit 46 Schulkind
So viele Kinder wie noch nie in 17 Jahren besuchen
die Freie Schule Marburg. Platz für neue Kinder ab
3 Jahren ist noch in der Kita. Der nächste Besuchertag
ist am Donnerstag, 4. September, ab 14 Uhr. Anne-Frank-Straße
2 (Stadtwald)
46 Kinder von der ersten bis zur sechsten
Klasse – was staatliche Schulen schon mit einem Schuljahrgang
schaffen, feiert die Freie Schule Marburg als Rekord. „Wir
nähren uns langsam dem, was wir haben wollen: 30 Kinder
in der Kindertagesstätte, 60 Kinder im Schulbereich“,
sagt Hans-Werner Seitz, Geschäftsführer der Schule
in freier Trägerschaft. Das Wachstum wirkt sich auch
auf das pädagogische Team aus: Zwei neue Kolleginnen
arbeiten ab September im Schulbereich (siehe unten); insgesamt beschäftigt die Freie Schule
Marburg neun pädagogische Fachkräfte.
Die Freie Schule Marburg für Kinder von 3 bis 13 wurde
1986 von Eltern und Pädagogen gegründet. Im großen
Haus mit Garten spielen und lernen Kinder ganztags in der
Kita, in zwei jüngeren Schulgruppen (erstes bis drittes
Schuljahr) und in einer älteren Schulgruppe (viertes
bis sechstes Schuljahr).
Erstmals kennen in diesem Schuljahr alle Schulanfänger
die Schule schon – aus der Kita im selben Haus. „Wir
wollen, dass Kinder als Kita-Kinder in die Schule wachsen“,
sagt Marly Ahlbrand vom Vorstand des Trägervereins.
Und Vayu Engel vom Kita-Team betont „die räumliche
und konzeptionelle Verbindung“ von Kita für Kinder
ab 3 und Schule für Kinder ab 6 Jahren.
46 Kinder im Schulbereich, 25 in der Kindertagesstätte
zählt die Freie Schule Marburg im neuen Schuljahr.
Die Kita füllt sich stets im Laufe des Jahres, der
Schulbereich wächst derzeit mit jeder Einschulung.
Mehr als 90 Kinder sollen es trotzdem nicht werden: „Wir
wollen, dass alle Kinder alle Kinder kennen“, sagt
Hans-Werner Seitz. Nachgedacht werde darüber, bereits
zweijährige Kinder aufzunehmen und vielleicht in den
nächsten zwei Jahren auch Schule ab Klasse 7 anzubieten.
Altersübergreifend ist auch die Arbeit in den Schulgruppen.
„Kinder sehen, was andere Kinder schon können.
Kinder lernen von Kindern“, sagt Annette Böhler,
Schul-Teamerin. Wichtig dabei: „Es gibt keine Zensuren,
keiner bleibt sitzen, es wird nicht getestet.“ Am
Ende des Schuljahres gibt es einen ausführlichen, mehrseitigen
Schuljahresbericht für jedes Kind.
„Der Spaß beginnt nicht mittags nach der Schule.
Die Kinder machen hier schöne Sachen, die ihnen einfallen.
Die Räume sind ihre Räume“, sagt die Lehrerin.
Und natürlich lernen die Kinder ohne Leistungsdruck.
„Die ältesten Ehemaligen sind Mitte 20 und studieren
teilweise.“
Die Kinder stehen im Mittelpunkt von Schule und Kita. „Wir
versuchen, die Kinder ernst zu nehmen. Wir vereinbaren mit
ihnen gemeinsam Regeln und wer den Tisch deckt“, sagt
Kita-Teamerin Uli Völker. „Dadurch erleben die
Kinder sinnvolle Grenzen.“ Diese Stärkung der
Eigenverantwortung setzt sich im Schulbereich fort.
Wer sich für einen freien Kita-Platz interessiert,
kann sich während des nächsten Besuchertages informieren
am Donnerstag, 4. September, ab 14 Uhr. Die Freie Schule
Marburg in der Anne-Frank-Straße 2 im Stadtwald ist
mit der Bus-Linie 8 (Platz der Weißen Rose) zu erreichen.
Das bunt angestrichene Haus ist nicht zu verfehlen. Informationen
gibt es unter Telefon 0 64 21/3 59 05 oder als Antwort auf
eine E-Mail an ich-will-infos@freie-schule-marburg.de
Die Freie Schule Marburg hat im Schulbereich
zwei neue Teamerinnen eingestellt:
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Brigitte Schulte Westenberg (43) wohnt in der Nähe
von Marburg. Sie hat zwei Töchter (8 und 3 Jahre alt).
Nach ihrem Lehramtsstudium in Marburg (Sport und Religion)
und ihrem Referendariat kehrte sie 1987 der Schule den Rücken
– „weil ich nicht umsetzen konnte, was ich wollte“.
Jetzt freut sie sich darauf, an einer alternativ-pädagogischen
Schule zu arbeiten, „die sich bewährt hat und
in Bewegung ist“.
Ursula Gmöhling (50) ist für ihre neue Stelle
extra aus Baden-Württemberg nach Marburg gezogen. Sie
hat Sport und Rhythmik studiert, an verschiedenen Schulen
und in außerschulischer Förderung Erfahrung gesammelt
und sich unter anderem in Gestaltpädagogik weiter gebildet.
Mit ihrer jetzt 19-jährigen Tochter hat sie erfahren,
„dass Schule im Staatsschulsystem oft freudlos und
beschwerlich ist“. An ihrem neuen Arbeitsplatz soll
das weiterhin anders sein.
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Ihr Ansprechpartner:
Stefan Diefenbach-Trommer presse (at) freie-schule-marburg.de
Telefon 0 64 21/34 03 71
Fax 0 64 21/93 30 51
Oder:
Hans-Werner Seitz, Geschäftsführer
Telefon : 06421 / 35905
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